Jugendtheater Altdorf
Asche (1989)
Asche ist verbranntes Leben. Aus Asche entsteht neues Leben. Für das Theaterstück mit Jugendlichen habe ich mich entschieden, Fragmente aus dem Märchen Aschenbrödel in einer Bearbeitung von Carlo Formigonis „Cenere“ zu verwenden. Denn in den Märchen widerspieglt sich das, was sich in der Seele des Menschen seit Urzeiten abspielt.
Aschenbrödel, das ist der Name unseres kleinen, alltäglichen Verzichtens, von Angst und Schutzbedürfnis, von Gewissensbissen bis zur Selbstbestrafung. Doch der Minderwertigkeitskomplex, der Aschenbrödel quält und von den anderen trennt, kann überwunden werden. Die Entscheidung, sich nicht in den Träumen zu verlieren, bedeutet schliesslich die Erlösung von der Existenzangst. Aschenbrödel wird sich seiner Wünsche bewusst und schöpft daraus die Kraft, dem Leben entgegenzutreten. Nicht das Warten auf die gütige Fee befreit die junge Frau von ihren Problemen, sondern einzig das selbstbewusste, eigenständige Gestalten des Lebens, der Wille, persönlichen Schwierigkeiten aktiv entgegenzutreten.
Thomy Truttmann
Asche
SPIEL: Sandy Arnold, Agi Aschwanden, Beni Gamma, Franziska Gisler, Katrin Grossrieder, Chrisoph Lang, Monika Mannhart, Jolanda Muheim, Alex Muoser, Angi Rossi, Katja Scheiber
REGIE: Thomy Truttmann
REGIEASSISTENZ: Vreny Ziegler
MUSIK: Diego Balli, Fredi Bossart, Giovanni Russo
BÜHNENBILD: Fredi Bossart
BÜHNENBAU: Thomas Gisler, Carmen Binaghi, Judith Gisler
KOSTÜME: Emilia Moser, Mia Arnold
MASKEN: Thomi Stadler
MASKENBAU: Thomas Steiger
HELFERINNEN: Erika Bissig, Danja Kieliger
BELEUCHTUNG: Martin Sicher, Tamaro Abegg, Otti Bissig
ABENDKASSE: Sandra Mathys
FOTOS: Ruth Püntener
PLAKAT: Diego Balli
ÜBERSETZUNG: Manuela Tomaschett
PRODUKTIONSLEITUNG: Josef Grossrieder



